Quelle: http://www.arte-tv.com/deDonnerstag, 26. Januar 2006 um 22:45
VPS : 22.45
Unser Mann in Vuolijoki
Dokumentarfilm, Finnland 2004, ARTE F
Regie: Erkko Lyytinen
Der Dokumentarfilm begleitet den Bürgermeister der kleinen finnischen Stadt Vuolijoki, Olavi Rintala, mehrere Monate lang bei seinen Bemühungen, Politiker und Kunden des größten Arbeitgebers der Stadt - eine Fabrik für Eisenbahn- und Straßenbahnwaggons - zum Handeln zu bewegen, damit das Unternehmen und die davon abhängige Gemeinschaft wirtschaftlich überleben können. Rintala ist ein echter Held der Gegenwart, der seinen Kampf mit lakonischer Geradlinigkeit führt.
Olavi Rintala ist der Bürgermeister von Vuolijoki, einer kleinen Stadt im Norden Finnlands, in einer der zahlreichen europäischen Industrieregionen, die im Wandel begriffen sind. Früher gab es dort Eisenminen, doch mangels Nachfrage wurden sie geschlossen. Danach entstand eine Fertigungsfabrik für Eisenbahn- und Straßenbahnwaggons, die vor kurzem von spanischen Investoren aufgekauft wurde. Das Unternehmen steckt in Schwierigkeiten und damit die gesamte Stadt, deren Hauptarbeitgeber es ist. Der Dokumentarfilm präsentiert aus erster Hand einen Augenzeugenbericht über das unbeugsame und zähe Ringen des Bürgermeisters um das wirtschaftliche Überleben seiner Stadt. Er zeigt seine Begegnungen mit Abgeordneten und Ministern, die sich gegenseitig die Verantwortung zuschieben, und die unermüdlichen Versuche, die Entscheidungsträger dazu zu bewegen, ihre soziale Verantwortung zu übernehmen. Auch wenn es dem Bürgermeister schließlich gelingt, der finnischen Eisenbahn einen Auftrag abzuschwatzen, bleibt die heikle Lage des Unternehmens Besorgnis erregend. Die Sache ist nur aufgeschoben, und was den Ausgang des Kampfes angeht, besteht kein Anlass zu übertriebenem Optimismus. Denn was auf dem Spiel steht, ist allen Europäern bekannt. Sie sind Zeugen und Protagonisten auf dem Weg zum globalen Markt. - Ein bitter-süßer Bericht voller Komik über ein ernstes Thema.
Das kleine Extra
Der Dokumentarfilm, dessen Atmosphäre stark an die Filme des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki erinnert, wurde beim Festival Visions du Réel im schweizerischen Nyon im Jahr 2005 in der Auswahl Regards Neufs ausgezeichnet.
Reportage/Dokumentation/Magazin
- sunny1011
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#16 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)
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#18 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
arte, 04.02., 19:00 - 19:45
Das Forum der Europäer
Macht das skandinavische Modell Schule? Frankreich 2006
Anfang der 90er-Jahre erlebten Schweden, Finnland und Dänemark eine bis dahin unbekannte Krise, die sich in ausufernder öffentlichen Verschuldung, hoher Arbeitslosigkeit und geringem Wirtschaftswachstum niederschlug. Heute kann Skandinavien auf eine gesunde Wirtschaft verweisen. Diese Erholung ist umso beachtlicher, als es den Ländern gelang, ihre großzügigen Sozialsysteme beizubehalten, deren Effizienz weltweit unumstritten ist. Heute sind die skandinavischen Länder dem Rest Europas in Bereichen wie Geschlechtergleichheit, nachhaltige Entwicklung oder Behindertenintegration um einiges voraus.
Was war der Preis für diese positive Bilanz? Wie lautet das Erfolgsrezept? Ist es auf Deutschland und Frankreich übertragbar? Sollten diese Länder bei der Erneuerung ihrer Gesellschaftsmodelle von Skandinavien lernen?
(1): Studiogast: Poul Nyrup Rasmussen, ehemaliger Premierminister Dänemarks und Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament. Er prägte den Begriff 'soziale Sicherheit als Sprungbrett' und versteht darunter die Stärkung des Selbstvertrauens der Bürger in ihre Fähigkeit zur Anpassung an den Wandel.
(1): Skandinavien/Finnland in den 90ern
Archivbilder aus den 90er-Jahren zeigen, wie verheerend sich die vorangegangenen Erdölkrisen und die maßlose Deregulierung der Finanzmärkte auf diese wachstumsverwöhnten Länder auswirkten: In Schweden war das Bruttoinlandsprodukt drei Jahre lang rückläufig; binnen zweier Jahre vervierfachte sich die Erwerbslosenzahl. In Dänemark stand der hoch verschuldete Wohlfahrtsstaat vor dem Bankrott. Infolge der Wirtschaftskrise sank das finnische Bruttoinlandsprodukt zwischen 1990 und 1995 um 12 %.
(2): Kampf gegen die Arbeitslosigkeit: Das dänische Modell
Angesichts des hohen Haushaltsdefizits und der Arbeitslosenrate (12 %) beschloss Dänemark 1992 die grundlegende Umgestaltung des Sozialstaats. Das Konzept war einfach: völlige Liberalisierung des Arbeitsmarktes (stark vereinfachte Kündigungs- und Einstellungsvorschriften) und im Gegenzug Unterstützung der arbeitslos gewordenen Lohnempfänger. Langzeitarbeitslose hatten, wollten sie weiterhin erfasst werden, fortan die Auflage, Stellen- bzw. Fortbildungsangebote anzunehmen. Regelmäßig reisen deutsche und französische Minister nach Skandinavien, um sich Anregungen für die Übertragung der dortigen Methoden auf das eigene System zu holen. Doch lässt sich das Modell überhaupt exportieren?
(3): Reform des öffentlichen Dienstes: Die schwedische Post
2003 schaffte der schwedische Staat ausnahmslos alle Postämter ab; das Stockholmer Hauptpostamt wurde verkauft. Briefe und Päckchen werden seitdem an so genannten Servicepunkten (Schuster, Bäcker, Supermärkte) entgegengenommen. Der gesamte Postversand wird von einer achtköpfigen Regulierungsbehörde abgewickelt. Bei der Reform des öffentlichen Dienstes wurde nach dem Grundsatz der 'Hyper-Dezentralisierung' verfahren: Jede Gemeinde kann ihren Postverkehr nach eigenem Gutdünken verwalten. Inzwischen gibt es Hunderte privater Postgesellschaften. Einige dieser Firmen bedienen nur ein einziges Dorf! Jede Gesellschaft hat ihre eigenen Briefmarken, ihre eigenen Briefkästen, ihre Uniform und ihre Sortierzentren. Die Gewerkschaften haben die Reform akzeptiert, weil die Regierung für die entlassenen Beamten eine Beschäftigungsgesellschaft gründete. Inzwischen wurden die meisten von ihnen erfolgreich weitervermittelt.
(4): Finnland: Bürgerunternehmen
Das porträtierte Bürgerunternehmen verwirklicht ethische Grundausrichtungen der Gesellschaft (nachhaltige Entwicklung, Nichtdiskriminierung) im Alltag und ist dabei ebenso wettbewerbsfähig wie die großen inländischen Firmen Kesko, Nokia oder Orion Pharma.
Das Forum der Europäer
Macht das skandinavische Modell Schule? Frankreich 2006
Anfang der 90er-Jahre erlebten Schweden, Finnland und Dänemark eine bis dahin unbekannte Krise, die sich in ausufernder öffentlichen Verschuldung, hoher Arbeitslosigkeit und geringem Wirtschaftswachstum niederschlug. Heute kann Skandinavien auf eine gesunde Wirtschaft verweisen. Diese Erholung ist umso beachtlicher, als es den Ländern gelang, ihre großzügigen Sozialsysteme beizubehalten, deren Effizienz weltweit unumstritten ist. Heute sind die skandinavischen Länder dem Rest Europas in Bereichen wie Geschlechtergleichheit, nachhaltige Entwicklung oder Behindertenintegration um einiges voraus.
Was war der Preis für diese positive Bilanz? Wie lautet das Erfolgsrezept? Ist es auf Deutschland und Frankreich übertragbar? Sollten diese Länder bei der Erneuerung ihrer Gesellschaftsmodelle von Skandinavien lernen?
(1): Studiogast: Poul Nyrup Rasmussen, ehemaliger Premierminister Dänemarks und Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament. Er prägte den Begriff 'soziale Sicherheit als Sprungbrett' und versteht darunter die Stärkung des Selbstvertrauens der Bürger in ihre Fähigkeit zur Anpassung an den Wandel.
(1): Skandinavien/Finnland in den 90ern
Archivbilder aus den 90er-Jahren zeigen, wie verheerend sich die vorangegangenen Erdölkrisen und die maßlose Deregulierung der Finanzmärkte auf diese wachstumsverwöhnten Länder auswirkten: In Schweden war das Bruttoinlandsprodukt drei Jahre lang rückläufig; binnen zweier Jahre vervierfachte sich die Erwerbslosenzahl. In Dänemark stand der hoch verschuldete Wohlfahrtsstaat vor dem Bankrott. Infolge der Wirtschaftskrise sank das finnische Bruttoinlandsprodukt zwischen 1990 und 1995 um 12 %.
(2): Kampf gegen die Arbeitslosigkeit: Das dänische Modell
Angesichts des hohen Haushaltsdefizits und der Arbeitslosenrate (12 %) beschloss Dänemark 1992 die grundlegende Umgestaltung des Sozialstaats. Das Konzept war einfach: völlige Liberalisierung des Arbeitsmarktes (stark vereinfachte Kündigungs- und Einstellungsvorschriften) und im Gegenzug Unterstützung der arbeitslos gewordenen Lohnempfänger. Langzeitarbeitslose hatten, wollten sie weiterhin erfasst werden, fortan die Auflage, Stellen- bzw. Fortbildungsangebote anzunehmen. Regelmäßig reisen deutsche und französische Minister nach Skandinavien, um sich Anregungen für die Übertragung der dortigen Methoden auf das eigene System zu holen. Doch lässt sich das Modell überhaupt exportieren?
(3): Reform des öffentlichen Dienstes: Die schwedische Post
2003 schaffte der schwedische Staat ausnahmslos alle Postämter ab; das Stockholmer Hauptpostamt wurde verkauft. Briefe und Päckchen werden seitdem an so genannten Servicepunkten (Schuster, Bäcker, Supermärkte) entgegengenommen. Der gesamte Postversand wird von einer achtköpfigen Regulierungsbehörde abgewickelt. Bei der Reform des öffentlichen Dienstes wurde nach dem Grundsatz der 'Hyper-Dezentralisierung' verfahren: Jede Gemeinde kann ihren Postverkehr nach eigenem Gutdünken verwalten. Inzwischen gibt es Hunderte privater Postgesellschaften. Einige dieser Firmen bedienen nur ein einziges Dorf! Jede Gesellschaft hat ihre eigenen Briefmarken, ihre eigenen Briefkästen, ihre Uniform und ihre Sortierzentren. Die Gewerkschaften haben die Reform akzeptiert, weil die Regierung für die entlassenen Beamten eine Beschäftigungsgesellschaft gründete. Inzwischen wurden die meisten von ihnen erfolgreich weitervermittelt.
(4): Finnland: Bürgerunternehmen
Das porträtierte Bürgerunternehmen verwirklicht ethische Grundausrichtungen der Gesellschaft (nachhaltige Entwicklung, Nichtdiskriminierung) im Alltag und ist dabei ebenso wettbewerbsfähig wie die großen inländischen Firmen Kesko, Nokia oder Orion Pharma.
Terugkomen is niet hetzelfde als blijven (Unbekannt)
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#19 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
Fortsetzung
* * *
„Pferde stehlen“
Per Petterson
Hanser Verlag, Februar 2006, ISBN 3446207341, 19,90 €
Die Handlung:
Norwegen im Sommer 1948. Der 15-jährige Trond verbringt mit seinem Vater die Sommerferien in einer kleinen Hütte nahe der schwedischen Grenze. Er hat einen gleichaltrigen Freund Jon, mit der er allen möglichen Unsinn anstellt. Bis eines Tages in Jons Familie ein schreckliches Unglück passiert. Und Trond entdeckt dabei, dass sein Vater wohl lange Zeit ein Doppelleben, gut verborgen vor seiner Frau und seiner Familie, geführt hat. Er hat während des Krieges Landsleuten geholfen, vor den deutschen Besatzern ins sichere Schweden zu fliehen und sich dabei in eine Frau verliebt.
Ausgerechnet diese Frau trifft er in jenem Feriensommer mit seinem Sohn wieder. Er entschließt sich, die Familie zu verlassen und mit dieser Frau zusammenzuleben.
Die Geschichte wird in der Rückschau erzählt, 50 Jahre später. Zu dieser Zeit hat sich der Pensionär Trond eine Hütte in genau dieser Gegend an der schwedischen Grenze gekauft. Als eines Tages ein Nachbar auftaucht, der ihm bekannt vorkommt, holen Trond die Ereignisse jenes Sommers wieder ein.
Der Autor:
Per Petterson ist Norweger, Mitte fünfzig. Er ist ausgebildeter Bibliothekar, hat lange Zeit als Buchhändler und Übersetzer gearbeitet, ehe er sich als Schriftsteller einen Namen machte.
„Pferde stehlen“ ist der zweite Roman, der von ihm auf deutsch erscheint.
Die Bewertung:
„Es ist ein Buch, das man mindestens zweimal lesen sollte“, steht als Zitat aus einer Kritik hinten auf dem Buchdeckel. Genauso ist es. Auch wenn man beim zweiten Mal die Geschichte schon kennt, wird man noch einmal hingerissen sein. Von der Ruhe, die von diesem Buch ausgeht. Von der Spannung, die von der ersten bis zur letzten Seite nicht weicht. Von der klaren und eindringlichen Sprache.
Ich war noch nie in Norwegen, aber ich hatte nach dem Lesen dieses Buches ein ganzes Fotoalbum mit schönen Bildern im Kopf.
Eigentlich sind alle Sinne fortwährend beschäftigt. Man riecht die Sonne und den Duft des Waldes, man hört den Regen und ahnt, wie es sich angefühlt haben muss, das Leben in jenem Nachkriegssommer.
„Pferde stehlen“ ist eine wunderschön erzählte Geschichte über die Liebe und das Glück, das Jungsein und das Alter, die Natur und die Einsamkeit.
Das Schlimmste:
... wäre, wenn man dieses Buch tatsächlich nur einmal lesen würde. Oder womöglich gar nicht.
Das Schönste:
... wäre, wenn einer auf die Idee käme, dieses Buch zu verfilmen. Das wäre ein Film, bei dem man ein bisschen weinen würde, aber gleichzeitig auch den Daumennagel anknabberte, weil es so spannend ist.
Aus Finnen von Sinnen [auf Finndeutsch]: "Finnland verhält sich zu der Erde wie das Erde zu der Universum. Weisst du, wir sind ein bisschen weit weg von die Zentrum, und wenn du vorbeifliegst an uns, denkst du, ach, da gibt es doch nur Wasser und Wolken. Deswegen steigt auch wenige aus hier. Macht aber nix, sind ja auch ganz gut allein zurechtgekommen bis jetzt (...) Allerdings lässt sich dieser O-Ton (...) hochmutiger auslegen. (...) dass ihre Heimat der einzige Ort auf Erden ist, an dem sich wahrhaft intelligentes Leben findet (...)
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#20 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
am 1. Februar
um 22:00 Uhr im WDR Fernsehen (zu spät)
Wiederholung : WDR, Donnerstag, 2.2.06, 11.45 Uhr
RBB, Mittwoch, 8.2.06, 16.30 Uhr
um 22:00 Uhr im WDR Fernsehen (zu spät)
Wiederholung : WDR, Donnerstag, 2.2.06, 11.45 Uhr
RBB, Mittwoch, 8.2.06, 16.30 Uhr
Infos zum frauTV-Beitrag: Buchtipps von Christine Westermann
„Tante Elsie und mein letzter Sommer“
„Pferde stehlen“[/u]
„Tante Elsie und mein letzter Sommer“
Kjell Westö
btb Verlag 2006, ISBN 3442734339, 9,50 €
Die Handlung:
Neun Kurzgeschichten. Die längste hat, fast schon wie ein „richtiges“ Buch 112 Seiten, die kürzeste elf.
Es sind Geschichten aus Finnland, ziemlich alltägliche zunächst, die aber plötzlich an irgendeiner Stelle eine gänzlich unerwartete Wendung nehmen. Immer irgendwie tragisch – komisch, schräg, manchmal ein bisschen verrückt. (Loja, was für Dich?)
Wie die Titelgeschichte von Tante Elsie, die jeden Sommer aus der großen Stadt kommt, um mit ihrer Verwandtschaft die Ferien auf einer kleinen Insel zu verbringen. Ihre pubertierenden Neffen finden sie ungeheuer erotisch, haben ihretwegen das erste Mal feuchte Träume. Aber eines Tages dreht Tante Elsie durch, steht auf einem Fels und schreit sich die Seele aus dem Leib. Sie wird mit einem Krankenwagen fortgebracht und die Jungens können sich nicht erklären, warum Tante Elsie plötzlich verrückt geworden ist.
Der Autor:
Kjell Westö ist 45 Jahre alt und einer der bekanntesten finnischen Autoren der letzten Jahre. Im letzten Sommer hat er auch in Deutschland einen Bestseller gelandet mit seinem Roman „Vom Risiko, ein Skrake zu sein“.
Die Bewertung:
Ich bin ein heimlicher Freund von Kurzgeschichten. Wenn sie gut erzählt sind. Die von Kjell Westö sind sogar sehr gut erzählt. Sie ziehen einen schnell in ihren Bann und jedes Mal habe ich an ihrem Ende bedauert, dass sie nicht noch ein bisschen weitergehen.
Ein schönes Buch zum Schmökern zwischendurch. Wenn man eben mal keine Lust hat, ein dickes Ding wie einen Roman mit dreihundert Seiten anzufangen.
Westös Erzählungen haben zwar einen leichten Hang ins Wehmütige und Melancholische. Ist aber auch kein Wunder, schließlich ist der Mann Finne und denen sagt man ja nach, dass sie ein bisschen trübsinniger drauf sind als der Rest der Europäer.
Das Schlimmste:
... sind an einigen Stellen die finnischen Namen. Wenn sich der finnische Fußballverein Helsinging Jalkapallooklubi nennt oder der Onkel von Tante Elsie Keiju Kääriärnen heißt, dann kommt man sich beim Lesen vor wie ein Erstklässler beim Buchstabieren.
Das Schönste:
... na ja, vielleicht die paar kleinen Flecken, die das Buch jetzt hinten und vorne hat. Der Beweis, dass ich es überall mit hingenommen habe. Zum Salamibrot in die Küche und zu den Schokoladenkeksen aufs Sofa.
. . .
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#21 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
Etwas für die Metall-Freunde hier. Bei Nuclear Blast sind - glaube ich - Kombos wie Amorphis oder Children Of Bodom unter Vertrag.
Donnerstag, 2. Februar 2006, 22:50 Uhr, ARTE
(Wiederholungen: 08.02.2006 um 01:35)
Heavy Metal auf dem Lande
Dokumentation, Deutschland 2005
Regie: Andreas Geige
Markus Staiger, ein junger Mann aus Donzdorf am Rande der Schwäbischen Alb, hat aus seiner Begeisterung für Heavy Metal eine der größten Plattenfirmen dieser Branche gemacht. Der Dokumentarfilm beobachtet ihn und seine Mitstreiter der Plattenfirma "Nuclear Blast Records", die aus der deutschen Provinz die Welt mit Heavy-Metal-Musik versorgt. Außerdem stellt der Film die These auf, dass besonders Jugendliche auf dem Lande Anhänger der Heavy-Metal-Kultur sind.
Donzdorf liegt am Rande der Schwäbischen Alb. Ein Ort mit einem dörflichen Ortskern, einem Neubaugebiet, einem Schwimmbad, einem spitzen Kirchturm und einem Supermarkt. Hier, in tiefer schwäbischer Provinz, befindet sich aber auch die größte unabhängige Heavy-Metal-Plattenfirma der Welt. Sie betreibt Filialen in Los Angeles und anderen Weltstädten, und ihr Vertrieb beliefert weltweit jeden erdenklichen Ort. Kulturelle Aktivitäten auf dem Land werden vorwiegend von der älteren und für die ältere Generation gemacht. Die jungen Leute lenken sich mit Lifestyle und Musik ab. Jugendliche auf dem Lande hören vorwiegend Heavy Metal, und viele bleiben auch als Erwachsene ihrer Musik treu. Ist Heavy Metal nun einfach eine der Möglichkeiten, gegen Traditionen und Konventionen des ländlichen Lebens zu rebellieren oder ist es womöglich unversehens zum Mittel der Bewahrung ländlichen Lebensstils geworden? Der Dokumentarfilm begleitet Markus Staiger, einen jungen Mann aus Donzdorf, in seine Plattenfirma "Nuclear Blast Records" und betrachtet das teilweise skurrile Miteinander von beschaulichem Dorfleben und einer kruden Hard-Rock-Szenerie. Dabei wird deutlich, dass diese Musikkultur, unbemerkt von den städtischen Subkulturen, längst ein fester Bestandteil des Landlebens geworden ist.
Donnerstag, 2. Februar 2006, 22:50 Uhr, ARTE
(Wiederholungen: 08.02.2006 um 01:35)
Heavy Metal auf dem Lande
Dokumentation, Deutschland 2005
Regie: Andreas Geige
Markus Staiger, ein junger Mann aus Donzdorf am Rande der Schwäbischen Alb, hat aus seiner Begeisterung für Heavy Metal eine der größten Plattenfirmen dieser Branche gemacht. Der Dokumentarfilm beobachtet ihn und seine Mitstreiter der Plattenfirma "Nuclear Blast Records", die aus der deutschen Provinz die Welt mit Heavy-Metal-Musik versorgt. Außerdem stellt der Film die These auf, dass besonders Jugendliche auf dem Lande Anhänger der Heavy-Metal-Kultur sind.
Donzdorf liegt am Rande der Schwäbischen Alb. Ein Ort mit einem dörflichen Ortskern, einem Neubaugebiet, einem Schwimmbad, einem spitzen Kirchturm und einem Supermarkt. Hier, in tiefer schwäbischer Provinz, befindet sich aber auch die größte unabhängige Heavy-Metal-Plattenfirma der Welt. Sie betreibt Filialen in Los Angeles und anderen Weltstädten, und ihr Vertrieb beliefert weltweit jeden erdenklichen Ort. Kulturelle Aktivitäten auf dem Land werden vorwiegend von der älteren und für die ältere Generation gemacht. Die jungen Leute lenken sich mit Lifestyle und Musik ab. Jugendliche auf dem Lande hören vorwiegend Heavy Metal, und viele bleiben auch als Erwachsene ihrer Musik treu. Ist Heavy Metal nun einfach eine der Möglichkeiten, gegen Traditionen und Konventionen des ländlichen Lebens zu rebellieren oder ist es womöglich unversehens zum Mittel der Bewahrung ländlichen Lebensstils geworden? Der Dokumentarfilm begleitet Markus Staiger, einen jungen Mann aus Donzdorf, in seine Plattenfirma "Nuclear Blast Records" und betrachtet das teilweise skurrile Miteinander von beschaulichem Dorfleben und einer kruden Hard-Rock-Szenerie. Dabei wird deutlich, dass diese Musikkultur, unbemerkt von den städtischen Subkulturen, längst ein fester Bestandteil des Landlebens geworden ist.
Hinter einem denglisch-babylonischen Sprachgewirr kann man sich wunderbar verstecken, Wissenslücken vertuschen und Kompetenz vorgaukeln.
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#22 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
Nuclear Blast?
Nightwish, Sonata Arctica, Thunderstone, Wintersun...
ich werds aufnehmen, vielleicht seh ich ja den Wosi hehe, kenn da ja nen paar ^^
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Zuletzt geändert von Zeratul am 2. Feb 2006 20:55, insgesamt 1-mal geändert.

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#24 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
Heute!
Sonntag, 5. Februar 2006 um 22:20, ARTE
Wenn die Füße Flügel hätten
Dokumentation, Frankreich / Deutschland / Finnland 2006
Erstausstrahlung
Regie: Henrike Sandner, Christian Schulz
Der Eiskunstlauf - glamourös und theatralisch - gilt als Diva unter den Sportarten. Die Mischung aus körperlicher Höchstleistung und künstlerischem Ausdruck, aus Eleganz und Sex-Appeal macht ihn seit mehr als 50 Jahren zum Publikumsmagneten. "Wenn die Füße Flügel hätten" erzählt die Geschichte dieser passionierenden Wintersportart seit 1945 aus der Sicht von Läufern, Trainern und Fans - als ihre ganz persönliche Geschichte wie auch als Reflexion von Zeitgeschehen und Zeitgeist.
Der Eiskunstlauf, glamourös und theatralisch, ist die Diva unter den Sportarten. Enorme körperliche Höchstleistungen paaren sich mit Eleganz, Dramatik und künstlerischem Ausdruck. Was in den meisten anderen Sportarten undenkbar ist, macht den Eiskunstlauf gerade aus: Schauwert und Emotion siegen gelegentlich über das Reglement. Rivalität zwischen sprungbetonten Läufern und solchen, die hohen künstlerischen Ausdruck in den Vordergrund stellen, prägt die Geschichte dieses Sports. Anrührende Liebesgeschichten zwischen Läufern und Skandale haben ein Übriges getan, ein Massenpublikum anzuziehen. All dies, verbunden mit einer Fixierung dieses Sports auf Sex-Appeal, insbesondere beim Eiskunstlauf der Damen und im Paarlauf, machen diesen Sport in ganz besonderer Weise zum Spiegel des Zeitgeschmacks - und damit seine Geschichte zu einem spannenden Sujet, nicht nur für Eislauffans.
Dies umso mehr, als zu Zeiten der Spaltung der Welt in Ost und West auch die Politik mittanzte. Insbesondere in der DDR und der UdSSR war Eiskunstlauf Staatssport. Der Wettkampf ehrgeiziger Läufer wandelte sich zur Systemauseinandersetzung - und brachte dem Sport erhöhte Aufmerksamkeit, die bis in die 1990er Jahre anhielt. Am letzten Star der DDR, Katarina Witt, schieden sich die Geister: international wurde sie als exotische Schönheit aus dem Land hinter dem eisernen Vorhang bewundert; im eigenen Land verteufelten sie viele als Privilegienhascherin. Doch der Kollaps des Ostens ist auch das Ende des Eiskunstlaufs als Staatsaffäre - es ist die Stunde von Show und grenzübergreifendem Glamour; in der Gegenwart wird ein asiatischer Trend kreiert.
Dieser Film erzählt die Geschichte des Eiskunstlaufes seit 1945 aus der Sicht von Läufern, Trainern und Fans - als ihre ganz persönliche Geschichte wie auch als Reflexion von Zeitgeschehen und Zeitgeist.
Es ist niemals der Sport allein, der fasziniert. Der Eistänzer verschafft uns allen die wunderbare Illusion, er sei schwerelos. Das hat einen ganz eigenen Zauber. Als ob die Füße Flügel hätten...
Sonntag, 5. Februar 2006 um 22:20, ARTE
Wenn die Füße Flügel hätten
Dokumentation, Frankreich / Deutschland / Finnland 2006
Erstausstrahlung
Regie: Henrike Sandner, Christian Schulz
Der Eiskunstlauf - glamourös und theatralisch - gilt als Diva unter den Sportarten. Die Mischung aus körperlicher Höchstleistung und künstlerischem Ausdruck, aus Eleganz und Sex-Appeal macht ihn seit mehr als 50 Jahren zum Publikumsmagneten. "Wenn die Füße Flügel hätten" erzählt die Geschichte dieser passionierenden Wintersportart seit 1945 aus der Sicht von Läufern, Trainern und Fans - als ihre ganz persönliche Geschichte wie auch als Reflexion von Zeitgeschehen und Zeitgeist.
Der Eiskunstlauf, glamourös und theatralisch, ist die Diva unter den Sportarten. Enorme körperliche Höchstleistungen paaren sich mit Eleganz, Dramatik und künstlerischem Ausdruck. Was in den meisten anderen Sportarten undenkbar ist, macht den Eiskunstlauf gerade aus: Schauwert und Emotion siegen gelegentlich über das Reglement. Rivalität zwischen sprungbetonten Läufern und solchen, die hohen künstlerischen Ausdruck in den Vordergrund stellen, prägt die Geschichte dieses Sports. Anrührende Liebesgeschichten zwischen Läufern und Skandale haben ein Übriges getan, ein Massenpublikum anzuziehen. All dies, verbunden mit einer Fixierung dieses Sports auf Sex-Appeal, insbesondere beim Eiskunstlauf der Damen und im Paarlauf, machen diesen Sport in ganz besonderer Weise zum Spiegel des Zeitgeschmacks - und damit seine Geschichte zu einem spannenden Sujet, nicht nur für Eislauffans.
Dies umso mehr, als zu Zeiten der Spaltung der Welt in Ost und West auch die Politik mittanzte. Insbesondere in der DDR und der UdSSR war Eiskunstlauf Staatssport. Der Wettkampf ehrgeiziger Läufer wandelte sich zur Systemauseinandersetzung - und brachte dem Sport erhöhte Aufmerksamkeit, die bis in die 1990er Jahre anhielt. Am letzten Star der DDR, Katarina Witt, schieden sich die Geister: international wurde sie als exotische Schönheit aus dem Land hinter dem eisernen Vorhang bewundert; im eigenen Land verteufelten sie viele als Privilegienhascherin. Doch der Kollaps des Ostens ist auch das Ende des Eiskunstlaufs als Staatsaffäre - es ist die Stunde von Show und grenzübergreifendem Glamour; in der Gegenwart wird ein asiatischer Trend kreiert.
Dieser Film erzählt die Geschichte des Eiskunstlaufes seit 1945 aus der Sicht von Läufern, Trainern und Fans - als ihre ganz persönliche Geschichte wie auch als Reflexion von Zeitgeschehen und Zeitgeist.
Es ist niemals der Sport allein, der fasziniert. Der Eistänzer verschafft uns allen die wunderbare Illusion, er sei schwerelos. Das hat einen ganz eigenen Zauber. Als ob die Füße Flügel hätten...
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#25 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
Mittwoch, 8. Februar 2006 um 21:00, SWR
Die Samen in Schwedisch-Lappland
Das Volk von Sonne und Wind zwischen gestern und heute
Ein Film von Ute Werner
Die Samen sind die einzige noch verbliebene Urbevölkerung in Europa. Seit etwa 10.000 Jahren sind sie in Lappland, dem Norden Skandinaviens, sowie auf der Halbinsel Kola in Russland beheimatet. Sie leben traditionell von Jagd, Fischerei und Rentierzucht. Sie sind längst in das moderne Leben integriert. Doch nie haben sie ihre Volkszugehörigkeit verloren, ihre Identität besteht bis heute über die Landesgrenzen hinweg.
Seit Jahrhunderten treffen sie sich Anfang Februar im schwedischen Jokkmokk, einer Kleinstadt am Polarkreis, und halten Markt. 2005 war 400. Jubiläum - das Königspaar eröffnete das Fest, ein einzigartiges Erlebnis samischer Kultur. Im Mittelpunkt: traditionelles Handwerk und der "Joik", der unverwechselbare Gesang der Samen, den die jungen Künstler mit modernen Elementen vermischen. Auch in Schweden ist noch heute die Rentierzucht Existenzgrundlage vieler Samen.
Die Menschen ordnen ihren Alltag dem Lebensrhythmus der Tiere unter. Im harten Winter dreht sich alles um das Überleben der Herden. Im Sommer, wenn die Tiere und mit ihnen die Samen in die Bergregionen gezogen sind, gehört das Kennzeichnen der Kälber zum wichtigsten Ereignis.
Die moderne Gesellschaft hat das Leben der Samen jedoch auch verändert, in eigenen Parlamenten kämpfen sie länderübergreifend um ihre Rechte und die Pflege ihrer Sprache.
Die Samen in Schwedisch-Lappland
Das Volk von Sonne und Wind zwischen gestern und heute
Ein Film von Ute Werner
Die Samen sind die einzige noch verbliebene Urbevölkerung in Europa. Seit etwa 10.000 Jahren sind sie in Lappland, dem Norden Skandinaviens, sowie auf der Halbinsel Kola in Russland beheimatet. Sie leben traditionell von Jagd, Fischerei und Rentierzucht. Sie sind längst in das moderne Leben integriert. Doch nie haben sie ihre Volkszugehörigkeit verloren, ihre Identität besteht bis heute über die Landesgrenzen hinweg.
Seit Jahrhunderten treffen sie sich Anfang Februar im schwedischen Jokkmokk, einer Kleinstadt am Polarkreis, und halten Markt. 2005 war 400. Jubiläum - das Königspaar eröffnete das Fest, ein einzigartiges Erlebnis samischer Kultur. Im Mittelpunkt: traditionelles Handwerk und der "Joik", der unverwechselbare Gesang der Samen, den die jungen Künstler mit modernen Elementen vermischen. Auch in Schweden ist noch heute die Rentierzucht Existenzgrundlage vieler Samen.
Die Menschen ordnen ihren Alltag dem Lebensrhythmus der Tiere unter. Im harten Winter dreht sich alles um das Überleben der Herden. Im Sommer, wenn die Tiere und mit ihnen die Samen in die Bergregionen gezogen sind, gehört das Kennzeichnen der Kälber zum wichtigsten Ereignis.
Die moderne Gesellschaft hat das Leben der Samen jedoch auch verändert, in eigenen Parlamenten kämpfen sie länderübergreifend um ihre Rechte und die Pflege ihrer Sprache.
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#26 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
Was Finnisches und Norwegisches gibts da heut! Und die Charlotte wohl auch!
09. Februar 2006 um 23.25
(und bitte kein Gejammer über die Uhrzeit. Danke)
Do, 09. Februar 2006 um 23.25
Star Wreck - Eine gelungene Parodie
In sieben Jahren freiwilliger Arbeit hat ein finnisches Team eine Parodie auf die Science-Fiction-Kultserie in Spielfilmlänge mit dem Titel "Star Wreck - In the Pirkinning" geschaffen.
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Kitsuné feat. Digitalism
Gildas Loaec fand ausgerechnet in Hamburg einen neuen, zukunftsträchtigen Act für sein Pariser Label "Kitsuné": "Digitalism".
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Bloodhound Gang
Wer kommt schon auf die Idee, einen Song dem Porno Star "Chasey Lain" zu widmen? Richtig: die Bloodhound Gang, hauptberuflich Musiker und grundsätzlich bekennende Proleten.
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Musik aus den Fjorden - Röyksopp und Annie
Auch wenn die kleine, bunte Hansestadt an der skandinavischen Westküste eher unverdächtig wirkt: Das norwegische Bergen hat es nicht nur landschaftlich sondern auch musikalisch in sich.
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Fotografien von Rabea Eipperle
Das Auto als Penisverlängerung? Die Fotografin Rabea Eipperle zeigt uns die nackte Wahrheit.
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Interview der Woche - Xavier Naidoo
Charlotte Roche trifft Xavier Naidoo.
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Live - Mattafix
Mattafix ist einerseits eine Abwandlung der karibischen Redensart "matter fixed", was soviel heißt wie "kein Problem". Andererseits heißt so eine Band, die karibischen und indischen Sound in einen Topf schmeißt.
09. Februar 2006 um 23.25
(und bitte kein Gejammer über die Uhrzeit. Danke)
Do, 09. Februar 2006 um 23.25
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In sieben Jahren freiwilliger Arbeit hat ein finnisches Team eine Parodie auf die Science-Fiction-Kultserie in Spielfilmlänge mit dem Titel "Star Wreck - In the Pirkinning" geschaffen.
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Kitsuné feat. Digitalism
Gildas Loaec fand ausgerechnet in Hamburg einen neuen, zukunftsträchtigen Act für sein Pariser Label "Kitsuné": "Digitalism".
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Bloodhound Gang
Wer kommt schon auf die Idee, einen Song dem Porno Star "Chasey Lain" zu widmen? Richtig: die Bloodhound Gang, hauptberuflich Musiker und grundsätzlich bekennende Proleten.
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Musik aus den Fjorden - Röyksopp und Annie
Auch wenn die kleine, bunte Hansestadt an der skandinavischen Westküste eher unverdächtig wirkt: Das norwegische Bergen hat es nicht nur landschaftlich sondern auch musikalisch in sich.
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Fotografien von Rabea Eipperle
Das Auto als Penisverlängerung? Die Fotografin Rabea Eipperle zeigt uns die nackte Wahrheit.
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Interview der Woche - Xavier Naidoo
Charlotte Roche trifft Xavier Naidoo.
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Mattafix ist einerseits eine Abwandlung der karibischen Redensart "matter fixed", was soviel heißt wie "kein Problem". Andererseits heißt so eine Band, die karibischen und indischen Sound in einen Topf schmeißt.
Zuletzt geändert von Hans am 9. Feb 2006 16:14, insgesamt 1-mal geändert.
Terugkomen is niet hetzelfde als blijven (Unbekannt)
- poro
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- Registriert: 14. Jul 2005 12:25
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#27 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
NDR Fernsehen
18.15
Mo.
13. Februar
Reisereportage
Von Rügen zum Polarkreis
"Mit 40 Tonnen durch Eis und Schnee"
NDR "Schuhe aus im Fahrerhaus", das ist "Maschis" Motto, wenn er mit seinem Vierzigtonner auf Tour geht. In seinem Brummi ist alles picobello. Gerald Maleschnitschenko - genannt "Maschi" - ist seit Jahrzehnten mit Leib und Seele Lkw-Fahrer. Er macht nichts lieber, als mit einem Laster quer durch Europa zu fahren. Oft ist er sechs Tage pro Woche von seiner Familie auf Rügen getrennt. Essen aus der Dose, Zähne putzen im Lkw und ständig Termindruck. Trotzdem nimmt er sich Zeit, die Eigenheit der fremden Länder zu erkunden, Leute kennen zu lernen und Freundschaften zu schließen.
Ein Fernsehteam des NDR hat "Maschi" von der Insel Rügen zum Polarkreis nach Finnland, in die letzte Wildnis Europas, bei minus 35 Grad begleitet.
18.15
Mo.
13. Februar
Reisereportage
Von Rügen zum Polarkreis
"Mit 40 Tonnen durch Eis und Schnee"
NDR "Schuhe aus im Fahrerhaus", das ist "Maschis" Motto, wenn er mit seinem Vierzigtonner auf Tour geht. In seinem Brummi ist alles picobello. Gerald Maleschnitschenko - genannt "Maschi" - ist seit Jahrzehnten mit Leib und Seele Lkw-Fahrer. Er macht nichts lieber, als mit einem Laster quer durch Europa zu fahren. Oft ist er sechs Tage pro Woche von seiner Familie auf Rügen getrennt. Essen aus der Dose, Zähne putzen im Lkw und ständig Termindruck. Trotzdem nimmt er sich Zeit, die Eigenheit der fremden Länder zu erkunden, Leute kennen zu lernen und Freundschaften zu schließen.
Ein Fernsehteam des NDR hat "Maschi" von der Insel Rügen zum Polarkreis nach Finnland, in die letzte Wildnis Europas, bei minus 35 Grad begleitet.
FiFo-Häkä 2006--Poro! Googelt schneller als die Polizei erlaubt!
- Hans
- Salmiakki Resistenter
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- Registriert: 28. Mär 2005 19:43
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#28 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
Haha ?!
Und der Norwegenteil war auch recht mickrig
Interessant dass die FIM mit "Finnische Krone" übersetzt haben und der Film in Tämpere gedreht wurd.Hans schrieb am 09.02.2006 16:14
Star Wreck - Eine gelungene Parodie
In sieben Jahren freiwilliger Arbeit hat ein finnisches Team eine Parodie auf die Science-Fiction-Kultserie in Spielfilmlänge mit dem Titel "Star Wreck - In the Pirkinning" geschaffen.
Terugkomen is niet hetzelfde als blijven (Unbekannt)
- Klaus
- Kela Überlebender
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- Danksagung erhalten: 1 Mal
#29 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
Das scheint eine sehr interessante Doku zu sein. Werd ich mir am Montag mal ansehen! Vielen Dank! 
Många bäckar små, blir en stor å.
Die Politiker von heute machen Politik nur für einen Tag. Und der Tag war gestern. (Dieter Hildebrandt)
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- Hans
- Salmiakki Resistenter
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- Registriert: 28. Mär 2005 19:43
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#30 Re: Reportage/Dokumentation/Magazin
Bei "Freitag Nacht" gabs gestern ne ebay-Verarsche, aber immerhin mit original finnischer Musik (Crash - Star) 
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