Biografie Sibelius

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André
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Biografie Sibelius

Beitrag von André » #1 »21. Mai 2015 21:25

Zum 150. Geburtstag Sibelius' erscheint eine neue Biografie im Henschel-Verlag. "In Deutschland vor allem als 'finnischer Nationalkomponist' wahrgenommen, ist Jean Sibelius (geb. am 8. Dezember 1865) eher eine Gestalt europäischen Formats, der neben Mahler bedeutendste Sinfoniker des 20. Jahrhunderts. mit Hilfe allgemeinverständlicher Werkeinführungen und bislang nicht übersetzter Primärquellen erzählt der Musikjournalist Volker Tarnow die Geschichte eines Originalgenies zwischen Romantik und Moderne, nordischer Naturmystik und Berliner Bohème." 288 Seiten, ca. 20 s/w Abbildungen, Hardcover mit Schutzumschlag, 24,95 € [D], ISBN: 9783894879419, Erscheinungsmonat: August 2015

leonie
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Re: Biografie Sibelius

Beitrag von leonie » #2 »23. Mai 2015 08:11

Hallo
bin grosser Musikfan. Komme zwar aus der Rock/Blues/Jazz- Ecke, höre aber auch viel und gerne klassische Musik. Und wenn ich ehrlich sein soll,
ich finde Sibelius grauenhaft und die Finnlandia, die so hoch gerühmt ist, todlangweilig. Und ich muss immer wieder feststellen, wenn ich in Finnland
bin und mich dort über ihn unterhalte, stehe ich nicht alleine mit meiner Meinung da. Dabei möchte ich seine Leistung nicht schmälern, sicher nicht, ich
war auch in Turku im Sibelius -Museum, aber wie gesagt -nicht Meines.
lg Leonie

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André
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Re: Biografie Sibelius

Beitrag von André » #3 »23. Mai 2015 18:06

Ja, so ist das mit der Musik. Man muss sich sicherlich nicht dafür schämen Sibelius nicht zu mögen. Ich höre fast nur klassische Musik und mag weder Mozart, Beethoven noch Haydn und schon gar nicht die Strauss-Familie. Mir gefällt eben alte Musik und 19. bis Anfang 20. Jhd. Ich liebe Sibelius, vor allem die 1. und 2. Symphonie, die Kullervo-Symphonie, die Lämminkäinen- und Karelia-Suite sowie die Malinconia für Cello und Piano. Die Finnlandia gefällt mir auch nicht so, ich würde sie nicht gerade als langweilig, vielleicht eher als pompös-nervig bezeichnen. Aber sie traf damals den Nerv der Menschen. Man war im 19. und Anfang des 20. Jhds. geschult Tondichtungen "lesen" zu können. Die gebildeten Bürger und Studenten erkannten in der Symphonie eben gleich das tonale Drama der Emanzipation Finnlands von Russland und die Erhebung Suomis in den Stand der Nationen. Für uns ist das heute nicht so leicht nachzuvollziehen. Die meisten können sich gerade mal die Moldau von Smetana vor ihrem inneren Auge verbildlichen. Ich möchte aber in diesem Zusammenhang betonen, dass ich Finnen kenne, die Sibelius mögen. Sie sind selber Musiker und haben ihn natürlich auch im Programm.

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